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Herausforderung Home Office, was Arbeitgeber jetzt bedenken müssen

Seit Beginn der Pandemie berate und unterstütze ich meine Kunden und Klienten zu 96 % meiner Zeit im Home Office. Die ersten Wochen waren herausfordernd: Technik-Settings, Applikationen/Systeme und neue ungewohnte Arbeitsweisen, alles ganz schöne heftig. Meetings liefen in der ersten Zeit sehr klar an der Agenda ausgerichtet, Socializing war wie abgeschaltet. Erst jetzt, nach fast einem Jahr, entspannen die TeilnehmerInnen in den Videokonferenzen etwas. Ich ermutige alle Beteiligten, indem ich auch Fragen zur Umgebung oder zum Befinden in die Runden stelle. Also, auch für mich, deren täglich Brot die Veränderung ist, war Eingewöhnung notwendig.

Aus meinem Netzwerkumfeld und von Kunden weiß ich, was gerade in deren Arbeitswelten los ist. Denn was sich die Bundesregierung so einfach vorstellt, verlangt Vorarbeit und Investitionen: In Zeit, Technologie, Schulungen, aber auch neues Personal, welches die neuen Themen beherrscht. 

Ich möchte zusammenfassen, welche Herausforderungen ich sehe – und ich würde mich freuen, wenn das Thema jetzt endlich von vielen Organisationen angepackt würde, denn „Corona“ zieht eben nicht einfach vorüber, sondern wird nachhaltig verändern:

1. Datenschutz über Nutzen

Ich haben inzwischen mehr als 10 unterschiedliche Videokonferenzsysteme kennengelernt, von Zoom über GoToWebinar bis zu MS Teams. Kollaborationstools, die unheimlich arbeitserleichternd sind, sind oft nicht zugelassen oder kostenintensiv. Das macht die Teamarbeit online beschwerlich. Außerdem stürzt dauernd etwas ab, schon allein, weil die ganze Apps miteinander im Konflikt geraten oder Verbindungsprobleme die Datenübertragung unterbrechen.

 

2. Fehlende Technologiekenntnisse

Viele Mitarbeiter - und oft noch mehr ihre Führungskräfte - wissen nicht, wozu sie welche Software oder App einsetzen und sind auch nicht in der Lage, damit umzugehen (Wenn denn überhaupt die Nutzung nützlicher Tools erlaubt ist).

 

3. Fehlende methodische Kenntnisse

Im Home Office ist erheblich bessere Abstimmung nötig. Wer macht was? Wer braucht Unterstützung? Wenn man nicht tagelang in Meetings hocken und dabei parallel arbeiten will, um alles live mitzubekommen, braucht es eine sehr genaue Abstimmung und Arbeitssystematiken. Viele fühlen sich am Abend völlig ausgelaugt: Das zeitgleiche Teilnehmen an Online-Konferenzen und E-Mail-Bearbeitung vermittelt das Gefühl, nichts geschafft zu haben.

 

4. Mangelnde Online-Kommunikationskenntnisse

Um den heißen Brei reden – das geht Online einfach nicht. Jeder muss Unterstützung einfordern und aktiv sagen, was und wo es hakt. Das ist sehr schwierig für Menschen, die vorsichtig sind und alles perfekt machen wollen.

 

5. Schlechte Ausrüstung

In welchen Firmen haben Mitarbeiterinnen schon eigene Laptops? In wenigen, vor allem in wenigen kleineren Firmen. Aber der Laptop reicht auch nicht mehr. Man braucht sehr gute Webkameras, Mikrofone und Beleuchtung. Ein ergonomischer Stuhl wäre auch nicht schlecht. Und Ruhe: Wer kein eigenes Zimmer hat, muss ständig Kopfhörer tragen. Da werden die Ohren heiß...

 

6. Kein Wissensmanagement

Was tun wenn…? Auch ich merke, wie sehr man Dokumentation braucht und gute Systeme, in denen sich alles wiederfinden lässt. Dokumentation erfordert aber auch Mitarbeiter, die dokumentieren können, inklusive exakter Ausdrucksweise, präzisem Denken und Prozesskenntnissen.

 

7. Keine virtuellen Onboarding-Prozesse

Nicht ohne Grund lassen erfolgreiche Unternehmen, die sehr viel Remote anbieten, Mitarbeiter erst mal ein, zwei Jahre vor Ort arbeiten, bevor sie diese auch dauerhaft ins Home Office ziehen lassen. Neue Mitarbeiter brauchen die Nähe, müssen eine Kultur erst mal kennenlernen, andocken. Das ist sehr schwierig im Home Office. Hier braucht es Online, wenn Live-Onboarding unmöglich ist, Community- und Netzwerkstrukturen. Und überhaupt erstmal ein Bewusstsein, dass man das braucht.

 

8. Ungenaue schriftliche Kommunikation

Der Punkt wirkt ungewöhnlich in meiner Liste, mir ist aber aufgefallen. Mitarbeiter brauchen klare und eindeutige Aufträge und auch klare und eindeutige Delegationsstufen („da bist du voll verantwortlich“ vs. „das will ich“). Da darf nicht viel zu deuten sein. Das sind einige Führungskräfte überhaupt nicht gewohnt. Schlechte mündliche Kommunikation kann in Büros ja ständig korrigiert werden….

 

Sie wollen Home Office für Ihre Beschäftigten zur Verfügung stellen? Ich unterstütze Sie bei Strategie und Umsetzung.

 


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